Über den Kopf wachsen // Mit seinen Aufgaben wachsen



Es gibt viele Tage da wächst mir alles über den Kopf. Die Arbeit, der Haushalt, das Kind. Ich fühle mich dem allem dann nicht mehr gewachsen. Die ganzen Entscheidungen, Sorgen und Pläne, die täglichen Aufgaben und Pflichten. Nach 4 Monaten als Mama kann ich aber auch sagen, das ich hinein wachse. Schon jetzt würde ich viele Sachen anders machen, mit dem anfänglichen Stress beim Stillen und der "schlechten" Gewichtszuname unserer Kleinen angefangen.

Aufgaben, die mir am Anfang noch so neu waren, sehe ich schon jetzt mit einem anderen Auge. Weil man da eben reinwächst. 
Auch ich stand noch schwanger im Buchladen in Hamburg Eppendorf bei den Baby und Erziehungsbüchern. Da gibt es Unser Baby Wächst, Oh Je ich wachse, Behütetes Aufwachsen und es gib noch unendlich viele Titel dieser Sorte. Als junge Mutter fühle ich mich manchmal auch so bevormundet, weil mir eingeredet wird, wie wichtig das richtige Aufwachsen ist. Nach Prinzip A oder B, Nach Schema 1 oder 2 des Kinderarztes XYZ.
Wo ist denn aber bitte das Bauchgefühl hin?? Wer hat angefangen, uns mit Ratgebern für jedes Alter und jede Situation die Sicherheit zu nehmen, das wir das doch irgendwie alles schaffen können?
Klar, ich habe auch reingelesen. Habe mich im Netz informiert, lese Mütter-Blogs. Aber am Ende habe ich kein Buch gekauft. Kein Buch zu Ende gelesen. Denn ich glaube, auch ich wachse mit meinen Aufgaben! 

P.S. Und auch unserer kleine Rosalie wächst! Obwohl ihr anfänglich eine sogenannte Gedeihstörung auferlegt wurde. Die kleinen Bodys in Größe 56 sind schon längt auf dem Dachboden verstaut und die 62 wird nun auch schon knapp!


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© hellrosagrau
Maira Gall