Windelfrei // Elimination Communication



Zum Thema Windelfrei habe ich schon vor der Geburt unserer Tochter einige Artikel gelesen, jedoch schien es mir fragwürdig, wie man seinem Baby denn ansehen solle, wenn es vor hat in die Windel zu machen.
Die ersten Wochen vergingen so auch bei uns, ohne das ich im ganzen Stillstress überhaupt daran dachte, auf Rosalies Ausscheidungen, oder besser auf die Anzeichen zuvor, zu achten.
Doch nachdem sich nach einigen Wochen auch das Stillen bei uns gut eingestellt hatte, und damit auch Rosalies Verdauung, viel mir nach ungefähr 3 Monaten etwas auf.
Rosalie verrichtete ihr großes Geschäft nämlich immer nur dann, wenn ich mit ihr am Wickeltisch stand, die Windel öffnete und ihr Bäuchlein streichelte. Am Anfang dacht ich nur, wie witzig das denn ist. Aber vor allem war es sehr praktisch, denn sie machte auch nie nachts oder unterwegs ihr "Groß" in die Windel.
Ich überlegte einige Wochen welches Töpfchen oder Eimerchen ich denn ausprobieren könnte, recherchierte nochmal dazu, und las von Müttern, die ihre Babys über die Badewanne oder in die Dusche abhielten.
Aber warum sollte ich einem Baby zeigen, wie es in einen Becher machen soll, oder in die Badewanne. Das schien für mich irgendwie nicht richtig zu sein, denn dann würde es ja wieder eine Umstellung zur großen Toilette geben.
Also hatte ich die Idee, Rosalie einfach mal auf unsere Toilette zu setzen; ehrlich gesagt fand ich es ganz spaßig es einfach mal aus zu probieren, viele Erwartungen hatte ich nicht davon.
Ich nahm sie ein paar mal zuvor mit in unser kleines Bad und machte ihr die Prozedur vor; mit Toilettenpapier und spülen.

UND SIEHE DA: Rosalie machte ihr "Klein" in die Toilette. Da sie ihren Kopf schon ganz gut alleine halten konnte, setzte ich sie einfach auf die Toilette und hielt sie fest mit beiden Händen; ich dabei in der Hocke vor ihr. Sie konnte zu dem Zeitpunkt noch überhaupt nicht sitzen und wurde von mir sicher und bequem gehalten.

Ich flippte vor Freue schier aus, damit hatte ich ja überhaupt nicht gerechnet. Und es gefiel ihr auch, sie mochte es richtig, und gab mir auch ein Signal wenn sie fertig war, dann wollte sie nämlich nicht sitzen bleiben. Und irgendwann machte sie ihr erstes "Groß" in die Toilette. Welch eine Freude. Ich lobe sie auch heute immer noch, wenn sie etwas macht, gebe ihr ein Küsschen und zeige ihr, das sie alles richtig macht.

Und so macht sie seit ihrem 5ten Lebensmonat ihr "Groß" nur noch in die Toilette. Die ersten Anzeichen sie bestimmt ganz unterschiedlich, aber wenn ich bemerke, das sie unruhig wird, oder das sie anfängt zu drücken, gehe ich mit ihr auf die Toilette.

Ich kann aber bis heute nicht sagen, wenn sie "Klein" muss. Ich sehe es ihr einfach nicht richtig an. Sie macht zwar zuverlässig auch immer Klein, wenn ich sie auf die Toilette setze, und das mache ich nun regelmäßig, aber sie trägt noch immer eine Windel, wenn sie auch meist über den Tag sehr trocken bleibt. Und ich lasse sie nun mit ihren 11 Monaten immer öfter den Tag auch mal ohne Windel krabbeln und gehe dann sporadisch mit ihr aufs Klo.
Wir haben auch von Anfang an immer positiv auf den Inhalt ihrer Windel reagiert. Ich höre oft unterwegs: "Puh..du stinkst, du hast in die Windel gemacht, oje, das müssen wir aber ganz schnell weg machen.." oder "Oh nein, du hast in die Windel gekackt, oh nein, das stinkt ja sooo sehr...Bähhh!

Von Anfang an sind wir positiv an die Sache heran gegangen, ohne Druck und Zwang, mehr mit Spaß und Neugier. Man darf aber nicht vergessen, das jedes Kind sein eigenes Tempo hat.
So ist jedes Baby, jeder kleine Mensch, ein vollkommenes kleines Wesen.

Herzlich, Eure Milena


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© hellrosagrau
Maira Gall