Apfelkuchen mit Kokosblütenzucker // Zuckerfrei backen für Kinder



Hatte ich schon einmal erwähnt, dass wir stolze Besitzer eines Apfelbaumes im Alten Land sind? Also besser gesagt sind wir Apfelbaum-Paten eines Cox Orange Baumes, und das jetzt seit genau drei Jahren. 
Das Alte Land ist ein wunderschönes Gebiet südlich der Elbe und Hamburg, und nach dem Bodensee das zweitgrößte Anbaugebiet für Äpfel in Deutschland. Jährlich pilgern wir nun also nach Jork und pflücken unseren kleinen schmächtigen Baum. Denn hoch ist er nicht, gerade mal 2,50 Meter. Und schmal ist er auch; sehr schmal. 
So stellt man sich auf jedenfall keinen klassischen Apfelbaum vor. In meiner traumhaften Vorstellung sollte der Baum riesig sein, einen dicken Stamm haben, an den man sich nach einer anstrengenden Ernte anlehnen kann, und unter dessen Blätterdach man im Schatten eines sonnigen Tages ausruhen könnte. Doch in Wirklichkeit steht unser Niedrigstämmchen nicht idyllisch, einsam auf einer großen bunten Blumenwiese, sondern in Reihe, dicht beieinander, Stamm an Stamm in einer Plantage, Apfelbäume so weit das Auge reicht. 

Und dennoch: Unser kleines Bäumchen haben wir mittlerweile so in unser Herz geschlossen, denn es liefert uns so viele Äpfel, das wir von Mitte September bis Weihnachten darin versinken. In diesem Jahr genau 58kg!!! Was man damit macht?? Essen, essen und nochmal essen, denn Äpfel sind ja super gesund. Vorausschauend haben wir beim Erntefest in Jork gleich einen Teil in Apfelsaft getauscht. Und für Familie und Freunde halten wir natürlich auch immer einen Apfel bereit :-)

So, und nun zum Kuchen. Was liegt also näher, als endlich mal einen Apfelkuchen zu backen?

Nachdem ich mich in letzter Zeit viel mit veganem backen beschäftigt habe, versuche ich mich nun immer mehr im "zuckerfreien" backen. Bei vielen veganen Rezepten stören mich die Ersatzbindemittel, das viele Pflanzenfett und der viele Zucker. Ich habe aber auch ein wunderbares einfaches veganes Rührkuchen Rezept, das ich hier schon einmal vorgestellt habe, und das ohne Soja oÄ. auskommt.
Mit zuckerfrei meine ich, dass ich auf Kristallzucker und Rohrzucker verzichte und statt dessen mit Alternativen wie Kokosblütenzucker, ApfelSüße, AgavenSirup und Honig süße. Man kann natürlich auch ganz einfach mit Obst süßen, zum Beispiel mit Bananen, Datteln, Apfelmus, Aprikosen und Mandeln. 

Und dann gibt es noch Stevia, Birkenzucker und Erythrit, damit habe ich aber erst wenig Erfahrung, und von der Menge muss man da sehr viel experimentieren, da zum Beispiel wenige Gramm Stevia für einen Kuchen reichen, dann aber die Masse des "normalen" Zuckers fehlt.

Für meinen Apfelkuchen habe ich mich für ein einfaches Rührkuchenrezept entschieden, inspiriert vom Blog Carrotsforclaire. Ich habe es mit ein wenig ApfelSüße (Apfeldicksaft) abgeändert, und dem Kuchen noch ein knuspriges Nuss-Topping verpasst. 

Und siehe da, uns hat es ohne normalen Zucker echt prima geschmeckt, und ich hatte gar kein schlechtes Gewissen, Rosalie noch ein zweites Stück Kuchen zu geben. 

Viel Spaß beim Nachbacken, 
Herzlich, Eure Milena

Rezept für eine Springform mit 26cm Durchmesser:

Teig:
75g Kokosblütenzucker
150g Butter
gemahlene Vanille
3 Eier
1 TL Backpulver
280g Dinkelmehr Typ 630
130ml Milch
3 EL ApfelSüße oder AgavenSirup

6 Äpfel

1 EL gehackte Mandeln

1. Butter, Kokosblütenzucker und Vanille schaumig schlagen. Eier langsam unterrühren. 
2. Mehl und Backpulver mischen und unter die Eimischung rühren, Milch und Apfelsüße dazu geben. 
3. Äpfel schälen und vierteln, Kerngehäuse entfernen und schmale Spalten einschneiden. 
4. Eine Springform einfetten und mit Mehl ausstäuben. Teig einfüllen und mit den Äpfeln belegen, dann mit den gehackten Mandeln bestreuen.

Den Apfelkuchen ca. 35 Minuten bei 175 Grad backen. 




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© hellrosagrau
Maira Gall