ElternDates // Früher mit Jan Delay, heute mit Rolf Zuckowski. Und Anne.



Früher war alles anders. Nicht besser und nicht schlechter. Nur vollkommen anders.
Manchmal erschrecke ich etwas darüber, über den Unterschied, von Früher und Heute und wie sehr sich mein Leben seit der Geburt von Rosalie geändert hat.

Denn Früher, ja da tanzten wir zu Jein von FettesBrot durch die Nächte, feierten um die Wette. Kannten jede Strophe auswendig.
Und heute? Da kann ich immer noch den ganzen Text, nur dass er immer mehr verdrängt wird. Von Rolf. Denn Rolf ist unser neuer cooler shit. Seine fetten Reime verdrängen nun Tag für Tag die alten Songs in meinem Gehirn. Und dann ist da noch Anne. Die kenne ich von früher. Wie sie -jupadong- auf einem Besenstiel nun durch mein Gehirn reitet.

Und feiern, nun ja. Ich bin ehrlich. Seit Rosalies Geburt, also seit eineinhalb Jahren, habe ich nicht mehr richtig gefeiert. Nicht, weil ich es nicht mehr könnte. Nein, weil ich keine Lust mehr darauf habe. Vielleicht, weil ich nun auch die Konsequenzen einer Partynacht kenne, wie die Tatsache, das eine unruhige, fiebrige Nacht mit krankem Baby immer dann kommt, wenn man sie am wenigsten brauchen kann.

ABER: Anstatt durchlebter Nächte gibt es nun erlebte Vormittage.

An freien Vormittagen, wenn R in der Kita ist, habe ich mit meinem geliebten Mann Dates. Kaffee-Dates. Zu Zeiten an denen ich früher noch lange geschlafen habe, sitzen wir jetzt im Café um die Ecke und genießen die freie Zeit, schätzen die Minuten ohne Joghurt in den Haaren. Anstatt Notfall-Fruchtschnitten gibt es dann extra-starken AufputschKaffee und anstatt der gesunden, nur mit Agavendicksaft-gesüßten Marmelade, schmiere ich mir dick und fett Schokocreme auf mein Croisantes.

Und was haben mich die letzten eineinhalb Jahre gelehrt? Alles ändert sich. Immer und immer wieder.

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© hellrosagrau
Maira Gall