Wochenplan zum Ausdrucken // SchlussAusFertig mit planlos einkaufen!



Meine Mama ist jetzt so stolz auf mich. Predigt sie mir doch schon seit Jahren, spätestens seit Rosalie, ich solle mal einen WochenKochPlan machen. Fand ich immer voll langweilig. Und auch ein bisschen spießig.
Sich irgendwann zu überlegen, was man essen will- wo bleibt denn da die Spontanität, wenn ich montags plane freitags Nudeln zu machen. Und was, wenn ich freitags dann mehr Lust auf Pfannkuchen habe?

Ich bin in einem kleinen, süddeutschen Dorf aufgewachsen und da war es üblich, samstags einen Großeinkauf zu machen. Mit Kind und Kegel die Supermärkte in der nächsten großen Stadt abzuklappern und den Kombi bis unters Dach voll mit Lebensmittel zu packen.

Hier in Hamburg haben wir weder ein Auto, noch haben wir es nötig einen kilometerlangen Ausflug zum Einkaufen zu machen. Es gibt fußläufig alles zu erreichen, was in unseren Topf und auf den Tisch kommt. Zudem gibt es drei (!) mal die Woche einen Biomarkt in unserer Nachbarschaft. Dienstags und Freitags ist Isemarkt, da bekommt man jede, noch so ausgefallene Zutat.

Und dennoch, habe ich manchmal das Gefühl, koche ich immer die gleichen Sachen. Ich stehe oft im Supermarkt, habe keine Ahnung was ich kochen soll und packe völlig planlos Sachen in meinen Einkaufswagen. Abends Zuhause dann, beim Kochen, fehlt doch wieder irgendeine wichtige Zutat.

Bei Rosalie in der Kita gibt es immer einen öffentlichen Essensplan für die nächsten zwei Wochen. Montags Nudeln, dienstags Kartoffeln, mittwochs Suppe, donnerstags Reis und freitags Fisch.
Ehrlich gesagt bin ich nicht so ein großer Fan unsers KitaEssens, es ist mir etwas zu "GutBürgerlich", wenig weltoffen in der Auswahl der Zutaten. Es ist zwar regional und saisonal aber leider nicht Bio, und von Couscous, Avocado und Vollkornreis ist bei den Gerichten nicht die Spur zu sehen.

Ich koche also abends nicht nur für uns zwei Erwachsenen, sondern versuche auch noch Rosalie die Vielfalt unserer Natur auf den Tisch zu zaubern.
Bei meinen Rezepten versuche ich dann immer so zu kochen, dass ich aus dem selben Gericht ein kindertaugliches, mild gewürztes Essen und ein ErwachsenenEssen kochen kann.
Bei Rosalies geliebten Linsen zum Beispiel würze ich mit Kreuzkümmel, Kurkuma und etwas Salz, nehme ihr eine Portion in ein extra Schälchen und würze dann mit scharfem Curry und Chili nach. Bei Vollkornnudeln mit Spinat, Feta und gebratenen Pimientos, zweige ich vor dem Zugeben von Feta und der Paprika einfach etwas Spinat für die Kleine ab und mache ihr noch einen Schuss Sahne dran. Zwei komplett unterschiedliche Gerichte zu kochen, eins für Groß und eins für den Kindermund, schaffe ich einfach nicht, und finde ich auf lange Sicht auch echt unnötig. Schließlich soll Rosalie auch ruhig von unseren Sachen kosten.

Um den Plan nun etwas einfacher zu gestalten und auch um zu verhindern, dass Rosalie zweimal an einem Tag Nudeln isst, habe ich mich entschieden, ebenso wie in de Kita, feste Tage für bestimmte Zutaten festzulegen:

Montags Reis//Risotto
Dienstags Quinoa//Couscous//Bulgur
Mittwochs Vollkornnudeln//Spätzle//Schupfnudeln
Donnerstags Kartoffeln
Freitags Linsen
Samstags Pfannkuchen
Sonntags Grünkerntaler//Bratlinge//Falafel//

Das ganze Vorplanen teste ich jetzt einige Wochen und mal sehen wie das dann klappt. Habt ihr mit einem Wochenplan für Kinder und Erwachsene schon Erfahrungen?

Wenn ihr Vorschläge für kindertaugliches ErwachsenenEssen habt, schreibt doch BITTE einen Kommentar; ich bin immer so froh über Inspirationen was das Essen betrifft.

Viel Spaß mit der Druckvorlage! Herzlich, Milena

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Kommentare

  1. Bei uns gibt es öfter mal Flammkuchen oder Wraps, das lässt sich auch gut mit kleinen Händchen essen.

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    1. Flammkuchen ist eine super Idee!!!!

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© hellrosagrau
Maira Gall