Waldtiere - Kindergeburtstag für Dreijährige // Vollkorn-Rezepte, Dekoration und Bastel-Ideen für eine wundervolle Kinderparty



Der dritte Geburtstag. Emotional, wie die letzten Beiden. Als Mama und Papa steht man dann auf einmal, als wäre nichts gewesen, am Abend vor dem Geburtstag am Bettchen der Tochter und fragt sich, wo die Zeit nur geblieben ist. Ihr wisst bescheid.

In Vorbereitung auf den ersten, richtigen Kindergeburtstag habe ich mir unglaublich viel überlegt, wieder verworfen, wieder neu geplant und mir viel zu viele Gedanken gemacht. Ich dachte an eine Regenbogenparty, eine Pferde-Sause, ein Konfetti-Fete und und und. Themen, die ich zwar gut finde, die aber derzeit so überhaupt nichts mit unserem Mädchen zu tun haben. Wäre alles bestimmt auch supercool geworden, da bin ich mir sicher.

Aber ich wollte ja eine Party fürs Kind machen und nicht eine Party für mich. Diese Einstellung habe ich von einer lieben Freundin, denn sie sagte im Bezug, ob wir den dritten Geburtstag unserer Töchter überhaupt schon so groß feiern wollen/müssen/können, dass es ja ein Fest fürs Kind ist, und nur zweitrangig ein Fest für die Eltern. Und dass es dabei ums Gastgeben geht, und darum, dem Kind einen schönen Tag zu bereiten. (Und ja, natürlich müssen/werden/dürfen auch die Eltern gefeiert werden!!!)

Und mit diesem Gefühl, hatte ich dann ganz schnell viele lockenluftige Ideen für ein Thema, den Kuchen, die Einladungen und die Dekoration. Denn wir sind in jeder freien Minute draußen an der frischen Luft, im Wald, beim Ponyreiten und unsere Holz - und Spieltiere sind die meistbespielten Sachen bei uns. So war schnell klar:

WIR MACHEN EINEN WALDTIERE - KINDERGEBURTSTAG


Das Motto lässt viel Platz für Spielereien, und ist doch magisch für so einen dreijährigen Wirbelwind.
So hatten wir für die Einladung die Idee eines Zauberglases mit vielen Perlen und Glitzer. Dafür habe ich aus dem Modellbauladen kleine Hirsche und Rehe in ganzganz mini gekauft und alles zusammen haben wir mit Glitzerheißkleber auf den Deckel eines Marmeladenglases geklebt. Mit Wasser aufgefüllt und gut zugeschraubt und verklebt, waren die Schneekugeln, äh, Waldglitzerkugeln dann schon fertig. Auf den Deckel habe ich einen kleinen Text mit Uhrzeit und Datum geschrieben und die Gläser mit einem Blatt aus Kraftpapier und dem Namen des Kindes versehen. 


KÖSTLICHES ESSEN = ZUFRIEDENE GÄSTE!


Als Geburtagskuchen habe ich einen Käsekuchen mit Streuseln gebacken, denn gewünscht war ein "Käse-Vanillekuchen" (also ein heller Kuchen ohne Schokolade) und ich habe das jetzt einfach mal so interpretiert, geschmeckt hat er uns allen sehr. Außerdem gab es diese JOGHURT-GUGEL, einfach ohne Kakao im Teig, mit ein bisschen Schokolade und vielen vielen bunten Schokolinsen und Glitzerperlen, einen veganen Apfelkuchen (mit nichtveganer Sahne für die Anderen) und diese BROWNIES in der Vollkornversion. Morgens habe ich noch eine Schüssel Teig für diese WAFFELN gemacht und sie ratzfazt durchgebacken und dann in einzelne Herzchen geteilt, mit Puderzucker bestäubt und auf einen schönen Teller gestapelt. 




Kurz vor dem Eintreffen der Kinder mit ihren Eltern habe ich frisches Popkorn gemacht: alleine der süße Geruch, der durch die Wohnung waberte, war es Wert mal wieder Popkorn selbst zu machen.

ALLES VOLLKORN, UND NIEMAND HAT´S BEMERKT!


Und tatsächlich: Ich habe auch an diesem Tag alles in Dinkelvollkorn gebacken, auch auf die Gefahr, dass es die anderen Kinder und Gäste vielleicht nicht gewohnt sind. Und was ist passiert: Niemand hat sich überhaupt dafür interessiert, alle waren hinundweg von den Köstlichkeiten und nur einer Mama ist die Vollkornversion aufgefallen. 


Zum Abendessen hatte ich früh morgens schon einen Vollkornhefeteig vorbereitet, mit dem ich zwei Bleche Pizza Margerita dreiviertel vorgebacken habe. Diese wollte ich dann am Abend nur noch mal kurz im Ofen warm machen.
Der Plan war ein guter, hätte hätte Fahrradkette, ich nicht die Hefe im Hefeteig vergessen. So hatte ich also ein Blech mit gebackener Pizza, superspeckig (kennt jemand hier im Norden überhaupt den Ausdruck?) teigig, fast nicht essbar, und für Gäste leider nicht zumutbar. Ich hatte also schon Schweißperlen auf der Stirn und ein Panik-Telefonat mit meiner Mama später hatte ich einen neuen Teig mit viiiiil Hefe mit den alten Teig gemischt, neu belegt und zur fluffigen Käse-Tomaten Pizza gebacken. Dazu gab Abends dann noch ein paar selbstgemacht Aufstriche, Brot, und Knabbergemüse (so nennen wir hier Rohkost, kommt megacool rüber, zumindest bei 2-3 Jährigem..).

ALLE WAREN GLÜCKLICH, SATT UND ROTBÄCKIG.


Bei dem Supersonnenwetter haben wir kurzerhand in unserem Gemeinschaftsgarten gefeiert, haben unsere Bausteine, Puppenwägen, Tiere und Spielsachen einfach nach unten geräumt, Decken ausgelegt und einen großen Tisch mit vielen bunten Tischdecken zu einer langen Kuchentafel aufgebaut. Dazu gab es einen Spontan-Zeltmuschelkauf aus dem Baumarkt, welche wir zu einer gemütlichen Kuschelhöhle umgebaut hatten. Wir hatten traumhafte Stunden mit vielen glücklichen Kindern die sich verhältnismäßig wenig um Puppenmützen und Kinderwägen gestritten haben und die sich an vielen Stellen selbst genug waren.

MITGEBSELTÜTEN - WAHNSINN, AUCH SCHON 1992


Ich muss sagen, dieser ganze Tüten-Wahnsinn, was da rein kommt und wie die aussehen, hat mich zu Anfang schon ein bisschen verrückt gemacht. Aber ich muss zugeben, die Idee ist ja schon sehr niedlich, den Gästen eine kleine Aufmerksamkeit mitzugeben, ihnen für ihr kommen und die Geschenke zu danken! Und selbst ich habe schon 1992 eine Mitgebsel-Tasse, bis zum Rand gefüllt mit Schokolinsen vom Kindergartenfreund bekommen, die immer noch im Schrank meiner Mama steht...(Bei uns Zuhause gab ja nur an Ostern und Weihnachten was gekauftes Süßes, vielleicht erinnere ich mich deswegen so sehr dann...)

Die Mitgebseltüten hatte ich schon einige Tage vorher bemalt, mit ebenso wilden Füchsen, Häschen und Bären und mit Wackelaugen verziert. Ich habe sowieso das Gefühl, sobald man auf irgendetwas Augen draufmacht, und seien es Ballons oder Kekse: die Kinder finden es großartig.

Ich hatte mir eigentlich vorgestellt, ganz auf Süßigkeiten in den Tüten zu verzichten, habe mich dann aber nach langem hinundher für zwei Süßies entschieden, die ich selbst auch lecker finde. Dazu gibt es ein kleines Päckchen mit Wollwalk-Resten zum Basteln und einen Wachsmalstift in Gold oder Silber. Kreativsachen also, mit denen man selbst gestalten kann und keine fertigen Spielsachen.



SCHNELL SCHÖNE SACHEN BASTELN

Als kleine Aktionen hatte ich zwei Basteleien vorbereitet: einmal eine Kastanienkette und eine süße Tiermaske aus Papptellern zum Bemalen und Bekleben. Beides hat jeweils so 10-15 Minuten gedauert, für dreijährige eine gute Zeit die Aufmerksamkeit zu halten.

Für die Kastanienkette haben wir noch nachts alle gesammelten Kastanien aus den letzten Wochen mit Löchern vorgebohrt, was sich für die wilde Bande an Dreijährigen als sehr dienlich erwiesen hat.
Zum Auffädeln habe ich bunte Schnürsenkel gekauft, die haben ja schon eine verstärkte Spitze und sind zum Auffädeln richtig super! Unter das Körbchen Kastanien hatte ich zusätzlich noch ein paar bunte Holzperlen gemischt, sodass sich die Kinder richtige Schmuckstücke gebastelt haben.



Auch die Pappteller-Tiermasken habe ich so vorbereitet, dass sie "nur" noch angemalt und beklebt werden mussten; die Kinder hatten dabei so viel Spaß und vor allem waren sie nach dem Gestalten eine lange Zeit damit beschäftigt, wie Füchse durch den Garten zu schleichen, wie Bären zu brüllen und sich wie Pandas im Baum zu verstecken.

Dazu schneidet ihr einfache, weiße Pappteller in der Mitte durch und klebt entsprechende Bären, Hasen -oder Fuchsohren aus PapptellerPappe auf. Aus einem kleinen runden Stück Pappe wird die Nase; beides habe ich mit Heißkleber festgeklebt. Die Löcher für die Augen sollten sehr nah aneinander sein, denn die Augenabstände bei Kindern sind noch nicht so groß. Die Umrisse der Augen, Nasen und Ohren habe ich mit einem schwarzen Filzstift vorgezeichnet, größere Kinder können das bestimmt auch schon alles selbst machen. An den Seiten haben ich zwei Schlitze eingeschnitten und Wollfäden eingefädelt, so geht es nach dem Basteln schneller, die Masken anzuziehen um damit zu spielen.

Was wohl am wichtigsten war: allen Kindern hat es extrem viel Spaß gemacht, sich zu sehen, miteinander zu spielen und zu basteln. Ohne Frage durften alle Kinder so viel Kuchen wie sonst nur selten essen, für die Eltern gab es die eine oder andere Flasche Blubbergetränk und guten Kaffee.

Im Nachhinein kann ich wirklich empfehlen, und das ist vielleicht auch mein einzigster Tipp: Alles was geht am Vortag vorzubereiten, auch wenn die Nacht dann umso kürzer ist!! Denn so bleibt auch am Geburtstag selbst noch Zeit um mitzufeiern.

Und passend dazu kommt hier jetzt eine kleine Liste mit Törtchen, Kuchen und Rezepten, die ihr gut am Tag vor der eigentlichen Feier vorbereiten könnt:

Supersaftiger Bananenkuchen: Klick!
Apfel-Kokosblütenzucker RührKuchen, geht auch prima mit anderem Obst, zB Kirschen: Klick!
Vollkorn Marmorkuchen, DER Kinderkuchenklassiker: Klick!
Vollkorn Karotten-Marmorkuchen, supersaftig auch noch drei Tage später: Klick!
Unser traditioneller Geburtstagskuchen: Vollkorn-Nuss-Zucchiniekuchen: Klick!

Und jetzt: viel Spaß beim Backen, Basteln und Feiern!

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Maira Gall