Der Zauber vom ersten Fahrrad, die Wutanfälle und das Glück danach // Kooperation mit WOOM Bikes



(WERBUNG)

Das erste Fahrrad.

Was für ein Satz. Was für ein Meilenstein. Bei uns in der Familie ist das erste Fahrrad immer etwas ganz Besonderes, meistens gibt es das Zweirad zum 4. oder 5. Geburtstag oder zu Weihnachten.

Und was machen wir? Bei uns gab das erste Fahrrad einfach so zwischendurch. Ohne großes Tamtam. Denn unsere Tochter wollte es so sooo unbedingt. Und trotzdem war es ein großes Fest!

"Blödes Laufrad!. Ich will jetzt endlich ein Fahrrad, wie Oscar und wie Mama und Papi".
Na gut, dachten wir, aber mit drei einhalb ist sie doch noch zu klein, oder? Oder etwa nicht?

Wir haben also hin und her überlegt, alle Suchmaschinen hoch und runter befragt, Kitafreunde ausgequetscht und uns intensiv mit der Auswahl und den Anforderungen für Kinderfahrräder beschäftigt! Ziemlich schnell sind wir dann bei KLICK: WOOM gelandet. Denn bei allen anderen Firmen, die wir so fanden hat immer irgendwas nicht so ganz gepasst. Gewicht, Design, Zubehör, Ausstattung.

Als das Paket hier Zuhause ankam, haben wir uns einen ganzen Nachmittag dafür Zeit genommen. Es festlich ausgepackt, obwohl der Geburtstag noch so weit weg war. Wir haben alle gelieferten Teile feierlich betrachtet, die toll illustrierte Anleitungen gelesen, zusammengebaut, probegeklingelt. Es war alles total einfach zusammenzubauen, sogar die KLICK: Schutzbleche, die wir vorsorglich für den Hamburger Regen-Herbst mitbestellt hatten!



Beflügelt sind wir dann gemeinsam in den Park gelaufen, um auf freier Strecke zum ersten mal das neue Fahrrad auszuprobieren.

Und was kam dann? JA genau, die Wut.

Denn Fahrradfahren war dann doch nicht soooo einfach, wie gedacht. Viele Leserinnen hatten mir ja geschrieben, dass ihre Kinder einfach aufs Fahrrad gestiegen und losgefahren sind. Tja. So war das bei uns nicht. Nicht mal im Ansatz. Und das, obwohl unsere Tochter eine überaus rasante Laufradfahrerin ist- die Koordination von pedaletreten, lenken, bremsen und auf dem Weg bleiben war schlichtweg einfach zu viel für sie.

Die Frustration nach den ersten 10 Minuten war also absolut verständlich.
Was mich aber viel mehr beeindruckt hat, war dieser Mut und die Ausdauer, es immer wieder zu versuchen. Ich selbst hätte das Fahrrad wahrscheinlich nach den ersten 10 Minuten in die Ecke gepfeffert. Aber sie? Sie probierte es einfach immer wieder. Und wieder und wieder.

Versuchen. Ärgern. Wütend sein. Nochmal versuchen.
Wir waren wirklich sehr erstaunt über ihren Eifer, und sehr glücklich über das Leichtgewicht-Fahrrad, denn so konnte sie selbstständig immer wieder aufstehen und neu aufsteigen.

So ging das Wochenlang bis zu den Sommerferien. Zwischenzeitlich nutze sie ihren gelben Flitzer einfach als Laufrad, aber den Wunsch nach richtig fahren können gab sie selbst nicht auf; wir ermutigten sie , aber es war ihre alleinige Entscheidung immer wieder aufzusteigen.

In den Sommerferien selbst, als wir 4 Wochen in Süddeutschland unterwegs waren, saß sie kein einziges Mal auf einem Fahrrad. Meine Mama hatte zwar auf dem Bauernhof noch ein altes, sehr schweres klapperndes Kinderrad, aber da wollte unsere Tochter noch nicht mal aufsteigen.

Zurück in Hamburg hatte ich somit erstmal ein komisches Gefühl, ob wir jetzt wieder von vorne anfangen würden. Ich überlies es komplett unserem Kind, zu entscheiden, wann sie wieder einen Radfahrversuch unternehmen wollte. Schon am ersten Tag nach der Kita wollte sie wieder unbedingt auf ihren gelben Flitzer steigen- ohne dass wir Eltern überhaupt davon gesprochen hatten.

Und tatsächlich: Sie stieg auf ihr Fahrrad auf, strauchelte kurz ein wenig nach links und rechts (...ich hatte dabei mehr Angst um die parkenden Autos als um unser Kind), und fuhr dann einfach die ganze Straße vor unserem Haus hin und her. Sogar das mit dem Bremsen klappte super, dank der grün-markierten Handbremse vorne rechts!



Die Wutanfälle waren vergessen, das rotbäckige Kindergesicht leuchtete vor Glück! Und meines mindestens genauso sehr!

Und jetzt, vier Wochen später ist sie eine rasante und sehr mutige Fahrradfahrerin, die gerne mit einem Raketenstart um parkende Autos schlängelt, absolut kein Laufrad mehr fahren möchte, "denn sie ist ja jetzt schon vier" und die bei jedem Wetter egal ob Sonne oder prasselnder Hamburger Regen nachmittags nochmal raus auf den Hof zum radeln mag. Sie dreht Runde für Runde, und sobald sie auf dem Sattel sitzt, ist sie sich selbst so genug.

Was für ein Glück!

(Vielen herzlichen Dank an KLICK: WOOM  für die tolle Kooperation und die Superausstattung inklusive Helm, Schutzblechen, Ständer und Klingel)

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Maira Gall